Stress ist eine Reaktion des Körpers auf belastende Situationen und kann physische als auch emotionale Auswirkungen haben. Dabei ist Stress interpersonell nicht vergleichbar: Was den einen stresst, muss die andere noch nicht einmal bewegen. Dennoch ist es wichtig, Stress zu erkennen und alte Bewältigungsstrategien weiterzuentwickeln.
Arbeit, Ernährung und soziale Kontakte:
Moderne Arbeit ist weit entfernt von dem, wie unsere Körper aufgebaut sind. Ausgestattet mit einem Fight- or Flight-Mechanismus, einem Belohnungszentrum, das auf direkte Anreize reagiert, und einem Gehirn, das Unsicherheit (Fremdsteuerung) vermeiden will, arbeiten wir meist in Berufen, die viel in Büros, Meetings, am Telefon und an Computern stattfinden oder deren Belohnung nicht durch den direkten Arbeitserfolg, sondern durch einen Gehaltscheck wirksam wird. Gleichzeitig hat sich unsere Ernährung durch industriell verarbeitete Lebensmittel und eine Fastfood-Kultur massiv verändert.
Hinzu kommt, dass wir mit viel mehr Menschen direkt oder indirekt interagieren und dabei enge Beziehungen immer rarer werden. All das setzt uns massiv unter Stress.
Unterstützende Instrumente:
Die Energiekurve (siehe z. B. den Beitrag „Jahresend-Blues. Erschöpft und gestresst, aber wieso?“ von Business Breaker) in Kombination mit Meeting-, Planungs- und Kommunikationsinstrumenten hilft, wieder mehr Energie durch Aufgaben zu bekommen, anstatt immer gestresster zu werden. Gleiches gilt für die Ernährung bzw. Gesundheit: Ein Verzicht auf Giftstoffe (Zucker, Alkohol, …) und eine bewusstere Ernährung in Kombination mit Bewegung ziehen bei einem reinen Aufwand-Nutzen-Vergleich am Ende eine positive Bilanz. Ähnliches passiert, wenn wir uns wieder bewusster mit unseren sozialen Kontakten auseinandersetzen, Interaktionen besser verstehen und etwas menschlicher werden.
ACHTUNG: Viele Instrumente bleiben nur Instrumente und erzielen eine minimale oder negative Wirkung:
Wenn wir unseren Körper mit einer Ernährungsumstellung verändern wollen, sollten wir sicher sein, dass dieser gut funktioniert und im Gleichgewicht ist. Ansonsten sehen wir vordergründig positive Effekte, verstärken aber nur eine Dysbalance in der Aktivität unserer Organe. Das kann langfristig nicht zum gewünschten Erfolg führen und uns sogar schaden. (Wir würden auch nicht mit einem gebrochenen Fuß joggen gehen.) Gleiches gilt für moderne Arbeitsmethoden und unsere sozialen Kontakte: Während uns ein physisches Gleichgewicht grundsätzlich hilft, ist es besonders wichtig, dass wir an unserer Haltung arbeiten. Ohne unsere Triggerpunkte zu kennen, mehr über den Ursprung unserer Glaubenssätze zu wissen und unseren Selbstwert besser einschätzen zu können, wird die Wirkung vieler Instrumente verpuffen oder die Bilanz am Ende negativ sein. Stress können wir nur kontrollieren, wenn Körper, Geist und unser Umfeld im Gleichgewicht sind.