3. April 2025

Jahresend-Blues. Erschöpft und gestresst, aber wieso?

Zum Jahresende begegnen wir vielen Menschen und Führungskräften, die gestresst sind. Auf einmal ist zum Jahresende noch richtig viel zu erledigen, aber ist die Energie schon fast aufgebraucht. An einen motivierten Start ins nächste Jahr ist gar nicht zu denken. Schon beim Betreten des Büros oder Anschalten des Computers im Home-Office im neuen Jahr werden zu oft Erinnerungen an die Jahresend-Hektik wach. Aber wieso kommen wir nicht in diese positive Erschöpfungsphase, die uns motiviert, das nächste zu starten. Das liegt an der sogenannten Energiekurve.

Was ist die Energiekurve:

Die Energiekurve beschreibt den Energieverlauf während einer Aufgabe, einer Arbeitswoche, eines -monats oder eines -jahres. Zu Beginn befinden wir uns im Stress. Wenn es läuft, kommen wir in den sogenannten Flow. Neigt sich die Aufgabe zu Ende, tritt (wohltuende) Erschöpfung ein.

Beispiel Laufen:

Um Laufen zu gehen, müssen wir uns erst einmal entsprechend anziehen und dann die ersten Meter bezwingen. Das macht im Normalfall (und bei diesen Temperaturen) noch nicht viel Spaß. Erst wenn wir schon ein Stück Strecke zurückgelegt haben, ist unser Körper warm und unser Körper schüttet Belohnungshormone aus. Wenn wir wieder nachhause kommen, sind wir zwar erschöpft, haben aber das Gefühl, wieder etwas Neues starten zu können.

Abbruch der Energiekurve:

Leider erleben wir im beruflichen Alltag viel zu oft, dass wir in unserer Energiekurve unterbrochen werden. Emails, Smartphones, offene Bürotüren, neue Gedanken, Termine etc. verhindern oft, dass wir bei unseren Aufgaben durch die Energiekurve kommen. Dann verharren wir meist nur im Stressbereich und wundern uns, warum wir das Gefühl nicht loswerden, nicht viel erreicht zu haben, obwohl doch einige Aufgaben erledigt wurden. Das gilt dann für die Aufgabe, für den Tag, die Woche, den Monat und eben auch das ganze Jahr.

In den nächsten Wochen beschäftigen wir uns noch etwas ausführlicher mit der Energiekurve, wie wir sie nutzen können und welche Instrumente wir brauchen, um hier maximal wirken zu können.